Spotify – Sie wissen wie Du fühlst



Dem Streamingdienstleister Spotify geht es nicht mehr primär um die Musik, sondern vielmehr um den User und seine individuelle Stimmung. Wettbewerber wie Apple Music, Amazon Prime Music und Google Music setzten bei der Erstellung von Playlisten auf eine Mischung aus bezahlten Menschen und von der Community erstellten Playlisten.


Spotify, die Nummer Eins unter den Musik-Streamingdiensten, löst dieses Problem ausschließlich mit der Hilfe von Algorithmen. Zusätzlich können sogar Neuempfehlungen vorgeschlagen werden und genau diese Strategie scheint aufzugehen. Damit die Musikvorschläge auch überzeugen, sammelt die verwendete KI, namens BaRT ("Bandits for Recommendations as Treatments") alles, um mehr über die Hörgewohnheiten der jeweiligen User zu erfahren.


Kombiniert mit Geo- und weiteren demographischen Daten werden dann aufschlussreiche persönliche Profile erstellt. In einem aktuellen Statement von Spotify heißt es: „Bei Spotify haben wir eine persönliche Beziehung zu über 191 Millionen Menschen, die uns ihre wahren Stimmungen ohne Filter zeigen“ Vor kurzer Zeit hat Spotify nun auch eine mehrjährige Zusammenarbeit mit WPP, der größten Holding für Werbe-und PR-Firmen bekannt gegeben. "Stimmungen und Momente“ in Echtzeit, die sonst nur offline verfügbar waren, sind die einzigartige Ware, die Spotify nun großen multinationalen Marken anbietet.


Genres sind nicht mehr relevant, denn die Generation Y ist laut Spotify nicht „genre-treu. Vielleicht wird dir nun bei beim Hören der „Happy Hits!“ Playlist die neue Coca-Cola Kampagne "Open Happiness" begegnen oder bei der Playlist „ Lonely“ eine neue Partnersuche an Herz gelegt.

Bild: Unsplash | Alexander Shatov